Eine Hattrick ebnet den Weg

0:1 zurück, 1:1 zur Pause, 3:1 in Führung, 3:3 nach 79 Minuten und dann … dann kam die 90. Min. und Julian Brändlein macht nach einem Lukas-Kober-Pass mit seinem dritten Treffer aus 8 Meter, halbrechts, das 4:3 – welch eine Dramatik.

Der SC Hesselbach lieferte einen großen Kampf und zeigte Moral. Auf dem holprigen Nebenplatz bei Wind und Regen konnte sich kein attraktives Spiel entwickeln. Die SG war zwar überlegen, doch Großchancen blieben aus oder wurden nicht konsequent abgeschlossen. Der Gastgeber hatte einen Latten-Freistoss zu verzeichnen, ansonsten hatte die SG-Abwehr, bei der kurzfristig Marcel Halbig ausfiel und von Daniel Jakob bestens ersetzt wurde, alles im Griff. Bis zur 39. Min., als Keeper Lukas Manger, der den erkrankten Flo Schlereth gut vertrat, den gegnerischen Stürmer abräumte und Julian Mauder den Elfer sicher verwandelte. Doch die SG schlug drei Zeigerumdrehungen später zurück: Pascal Rinbergas trat eine seiner gefährlichen Eckbälle, die Jan Wehner per Kopf an die Latte beförderte und „Jay“ den Abpraller per Kopf zum 1:1 verwandelte.

Die 2. Halbzeit begann für die SG optimal: die Heimabwehr verdaddelte das Leder, welches bei Luca Jaitl landete, der wenig Mühe hatte aus 14 Meter die Kugel ins verwaiste Tor zu schießen – 1:2. Trotz des Drucks des Gastgebers kam es für die SG noch besser: in der 69. Min. erreichte ein weiter Pass von David Wahl  erneut Jay, der seinen Gegenspieler umkurvte und locker einschob. Als man schon mit dem Spiel bzw. einem Dreier seitens der SG abgeschlossen hatte, kam der große Auftritt vom Schiri: nach einem Zusammenprall zwischen Keeper Manger mit dem eingewechselten SC-Torjäger Schlereth, als beide zu Boden gingen, entschied der Referee überraschend für alle auf Elfmeter. Diese Chance lies sich B. Schlereth nicht entgehen und verkürzte auf 2:3. Die Rinbergas-Elf zeigte sich geschockt und bereits zwei Minuten später schaffte der SC den nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleich: erneut war es Björn Schlereth, der einen Eckball per Kopf zum 3:3 verwandelte. Und fast wäre das Match komplett gekippt, als erneut Schlereth eine Mauder-Hereingabe knapp über das Gehäuse setzte. Als man sich schon mit einem aus Sicht der SG unglücklichen Remis abfand, schlug die SG, wie schon so oft in letzter Minute, erneut zu. Nochmal: Pass Lukas Kober, Abschluss Jay (sein Tor No. 19), 4:3, Wahnsinn ! Dies sorgte gleichzeitig für die Tabellenführung (zumindest bis morgen) und so kann man die Sonntagsspiele ruhig und gelassen auf sich zukommen lassen und schauen, was die Konkurrenz so macht.

Ein Hattrick ebnet den Weg

Mit 4:1 besiegte die SG die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach & Co. und verbesserte sich in der Tabelle auf Platz 2, mit nunmehr 27 Punkten. Denn im Spitzenspiel der SG Mühlh./Schra (29 P.) und dem SV Schnackenwerth (26 P.) trennte man sich 2:2, sodass letzterer überflügelt werden konnte. Grundlage für den Erfolg war Julian Brändlein`s lupenreiner Hattrick in der ersten Halbzeit. Die Rinbergas-Elf war von Anfang an Herr im Haus und ging nach 14 Min. in Führung: eine Hereingabe von Lukas Kober landete bei Jay, der sich robust durchsetzte und zum 1:0 einnetzte. In der 24. Min. gelangte ein Pass von Jonas Büttner zu Jay, der das Leder gekonnt annahm, sich um seinen Gegner drehte und aus 9 Meter unhaltbar einschoss. Schon drei Zeigerumdrehungen später hätte es 3:0 stehen können, doch diesmal entschloss sich der Sturmführer zu einem Abspiel auf Marius Bohn, doch kam die Kugel nicht an. Letzterer hatte dann nach 43 Min. seine Chance, scheiterte jedoch im 1zu1 an Keeper M. Popp. Erneut Jay machte es in der 45. Min. besser: es war eher ein Befreiungsschlag von David Wahl, der Jay erreichte und mit einem Heber auch 16 Meter machte er seinen Hattrick perfekt - insgesamt war es eine sehr gelungene 1. Halbzeit, ohne eine einzige Torchance für den Gast, vor 150 Zuschauern.

Ein anderes Bild dann in der 2. Halbzeit. Zwar startete die SG mit einem satten 18-Meter-Schuss von Timo Weber, den der Goalie parierte, doch danach war es seitens der Rinbergas-Elf "magere Hausmannskost". Der Gast übernahm das Kommando - sie mussten ja was tun - und SG-Keeper Flo Schlereth konnte sich nach einer guten Stunde gleich zweimal auszeichnen: einmal bei einen Kopfball nach Ecke und dann bei einem 17-Meter-Flachschuss - so hielt er erstmal die Null bravourös fest. Dann doch nochmal ein Lichtblick seitens der SG: nach Foul an Jay nahm Coach Pascal Rinbergas mass und verwandelte den fälligen Freistoss mit Hilfe des Innenpfostens nach 74 Min. zum 4:0. Nun war der Dreier endgültig besiegelt, auch wenn der Gast per Handelfmeter in der 84. Min. noch zum verdienten Ehrentreffer kam. Wichtig war, dass die Sturmspitzen Manger und Brand so gut wie abgemeldet waren - ein Verdienst von Abwehrchef Marcel Halbig, David Wahl und Co. So bleibt die SG nach 11 Spielen weiterhin ungeschlagen - sensationell !

 

Besser einer als keiner

Mit einem letztendlich leistungsgerechten 2:2-Unentschieden trennte sich die SG beim TSV Ettleben II. Dabei kann man durchaus von einem weinenden und einem lachenden Auge sprechen. Letzteres, weil die Heimelf mit einem Eigentor in der 88. Min. seinen Vorsprung egalisierte; aber auch ein weinendes, da Schiedsrichter Bindrum in der 92. Min. den vermeintlichen Siegtreffer wegen einer Abseitsstellung wohl zurecht aberkannte. Die SG startete mit einer guten Aktion, als Julian „Jay“ Brändlein den Heimkeeper den Ball abluchste, seine Hereingabe jedoch keinen Abnehmer fand. Mit der ersten Chance machte der Gastgeber nach 10 Min. das 1:0: Lenard Geyer setzte sich auf Rechtsaußen durch und sein Abschluss, halbrechts, schlug unhaltbar ein. Außer einem 18-Meter-Schuß von Jay, der knapp drüber flog, hatte die SG in den ersten 30 Min. wenig zu bieten und machte kein gutes Spiel. Zuviel lange Bälle, die selten einen Abnehmer fanden, brachten kaum Gefahr. Aber auch beim TSV waren die Angriffe eher Schmalkost, bis auf die 28. Min., als Goalie Flo Schlereth im 1zu1 sein ganzes Können aufbieten musste und den Abschluss zur Ecke lenkte. Just danach wurde die Rinbergas-Elf besser und hatte nach einem Doppelpass Brändlein-Rinbergas die Chance zum Ausgleich. Der folgte dann in der 40. Min.: eine Flanke von Lukas Kober verlängerte „Jay“ per Kopf und die Kugel senkte sich über Torwart Heuß hinweg ins Netz. 

Nach dem Wechsel dauerte es bis zur 58. Min. mit der ersten Chance, als ein Heber von Jay jedoch nicht das Ziel fand. Ein Rückpass von Timo Weber, drei Zeigerumdrehungen später, fand Lukas Kober, der aber zu hoch ansetzte. Auch die Stahl-Elf hatte ihre Chance, bei deren Kopfball sich Flo Schlereth mächtig strecken musste. Da beide Teams nicht allzu kreativ waren, durfte man frühzeitig mit einem Remis rechnen. Doch der TSV hatte nochmal einen Geistesblick, als Leon Baucke eine flache Hereingabe in der 77. Min. zum 2:1 mit der Hacke verwandelte. Die SG versuchte nochmal alles, zumindest einen Punkt zu retten, doch wurde Jay`s Abschluss noch vor der Linie geklärt. Dann war das Glück in der 88. Min. auf seiten der SG: eine Rinbergas-Flanke auf den langen Pfosten fand zwar nicht sein Ziel, wurde aber vom Verteidiger per Kopf, erneut über den Keeper hinweg, ins Tor bugsiert – 2:2. Und dann wurde es turbulent: Luca Jaitl beförderte eine scharfe Hereingabe aus kurzer Distanz an die Latte, den Nachschuss von Jay, der jedoch den liegenden Luca Jaitl traf, landete zwar im Tor, war aber in diesem Moment abseits. Ärgerlich, aber ehrlich gesagt, wäre das auch des Guten zu viel gewesen. 

Ein relativ sicherer Dreier gg. Jahn SW

Die SG siegt im Neunten Spiel der Saison gegen den selbsternannten Auftsiegsaspiranten TV Jahn Schweinfurt und bleibt somit weiterhin ungeschlagen.

23 Punkte hat man nun und steht weiterhin auf Platz 2, zum Vergleich: in der Vorsaison waren für 23 Punkte 19 Spieltage notwendig.

 

Gegen die Schweinfurter war die SG von der ersten Minute an hellwach und konnte bereits in der dritten Minute durch einen sehenswerten Abschluss von Luca Jaitl in Führung gehen. Die Gäste wurden zwar daraufhin stärker und fanden besser ins Spiel, wirkliche Gefahr kam dadurch aber nicht auf. So konnte die SG bereits in der 34.Minute den „Sack“ zu machen als Julian „Jay“ Brändlein mit seinem etwas schwächeren rechten Fuß den Ball ins lange Eck hämmerte. Im Interview nach dem Spiel bedankte er sich ausdrücklich bei Jonas Büttner für die hervorragende Vorarbeit, da er den Ball nur noch reinschieben musste. 

 

In der zweiten Halbzeit hatten die Hausherren zunächst mehrfach Glück, als die Deutschhof-Mannen zweimal aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig trafen. Tragische Figur seitens der SG wurde dann Flügelflitzer Timo Weber. Zunächst wurden ihm, leider zurecht, zwei Tore zurückgepfiffen, landete daraufhin auch noch sein Elfmeter, nach Foulspiel an Luca Jaitl, an der Unterkante der Latte. 
 

Die laut Schiedsrichter Michael Kurz, aus Gemünden, 60 Zuschauenden (Augenzeugen berichten von exakt 105 Zuschauern), sahen somit einen verdienten Sieg der Rinbergas-Elf bei herrlichstem Sonnenschein im Sömmersdorfer Waldstadion. 

 

Weiter geht’s für die SG SOG bereits am nächsten Samstag um 15 Uhr in Ettleben bei der Zweitvertretung des TSV Ettleben/Werneck. 

 

Die SG dreht das Match bei Türkgücü

Welch eine Dramatik ! Trotz zweimaligen Rückstand besiegte die SG den FV Türkgücü vor 60 Zuschauern bei meist strömenden Regen mit 3:2. Die Balkan-Kicker waren ein starker Gegner; zur Wahrheit gehört aber auch, dass man jeweils zu Beginn beider Halbzeiten "pennte" und nach dem 2:2-Ausgleich eine Vielzahl an Chancen "verballerte". 

Bereits nach 3 Min. zischte ein 17-Meter-Schuß knapp an dem von Lukas Manger gehüteten Kasten vorbei. Zwei Zeigerumdrehungen später war es schon soweit: zu sorglos verhielt man sich im Strafraum und M. Ndiaye netzte zum 1:0 ein. Das rüttelte die SG wach, auch wenn Julian Brändlein zunächst zweimal an FV-Keeper B. Aydin scheiterte. In der 18. Min. konnte Marius Bohn im Sechzehner nur per Foul gestoppt werden und den fälligen Elfer verwandelte Timo Weber sicher zum 1:1-Ausgleich. Auch danach hatte die Rinbergas-Elf die besseren Chancen, doch Luca Jaitl traf aus spitzen Winkel nur das Außennetz und "Jay's" 18-Meter-Innenpfosten-Knaller sprang zurück ins Feld.

Eigentlich war man nun gut im flow, doch die 48.Min. sagte was anderes: erneut konnte der Gastgeber unbehindert im 16er kombinieren und schon stand es 2:1 durch T. Odlukaya. Doch die SG zeigte eine Reaktion: landete der Kopfball von Fabian Korte (52. Min.) nach Rinbergas-Eckball noch knapp neben dem Gehäuse, so legte Timo Weber in der 58. Min. perfekt für "Jay" auf, der diese Chance aus 9 Meter eiskalt zum 2:2 nutzte. Kurz danach scheiterte Coach Rinbergas per Kopf an Latte und Pfosten; fast im Gegenzug wäre der FV Türkgücü beinahe erneut in Führung gegangen: doch "Klippo" Manger blieb im 1-zu-1 Sieger und hielt so erstmal das Remis - eine Monster-Abwehr. Danach scheiterten "Jay" und Lukas Kober (aus 11 Meter drüber) in aussichtsreichen Positionen, bevor Jan Wehner in der 75. Min. bei einem "Jay"-Kopfball gegen den Pfosten genau richtig stand und zum 3:2 "abstaubte". Auch in den verbleibenden 15 Min. gab es gute Konterchancen (Marius Bohn !), aber auch der Gastgeber blieb stets gefährlich. 

Es war letztendlich eine "schwere Geburt", auch weil die Ali-Aydin-Elf mit ihrer Technik und mit ihrer Athletik sehr präsent war. Umso höher ist dieser Dreier einzuordnen und man bleibt weiterhin ungeschlagen !

Die SG bleibt auch gg. die DJK/TVO ungeschlagen

Die SG bleibt weiterhin ungeschlagen, hat 17 von 21 möglichen Punkten und bleibt somit auf dem 2. Tabellenplatz - eine stolze Bilanz. Allerdings war der 4:2-Heimsieg gegen die DJK/TVO SW in der Geldersheimer „Biegenbach-Arena“ alles andere als ein Selbstläufer. Nach einer vermeintlich komfortablen 2:0-Führung glich der Gast nach der Pause innerhalb von 5 Min. zum 2:2 aus, bevor die Rinbergas-Elf den Schalter wieder umlegte und ihrerseits zwei Treffer innerhalb von 5 Min. erzielte.

Die SG war diesmal von Anfang an hellwach und Lukas Kober hätte seine Elf bereits nach 4 Min. in Führung bringen müssen, scheiterte jedoch an Keeper Schmidtke. Besser machte es Julian „Jay“ Brändlein, der nach 11 Min. einen feinen Timo-Weber-Pass zum 1:0 verwandelte. Auch danach gab es Chancen für die SG, die jedoch nicht zum Erfolg führten. Nach 35 Min. übernahm urplötzlich der bis dahin harmlose Gast das Kommando und Keeper Manu Fuss, der den verletzten Flo Schlereth vertrat, konnte sich mehrfach auszeichnen. Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurde die SG in Person von „Jay“ nochmal gefährlich, doch Schmidtke parierte prächtig.

Der Start nach dem Wechsel war eigentlich optimal: Timo Weber brachte die Kugel irgendwie zu „Jay“, der den Gäste-Goalie aus 10 Meter, halblinks, nach 48 Min. keine Chance lies – sein 10. Saisontreffer. Danach schlichen sich im Gefühl des sicheren Sieges Fehler ein, die die DJK/TVO-Oldies eiskalt ausnutzten: in der 51. Min. erlief Christoph Holzheid (35) einen Weber-Rückpass und verwandelte zum 1:2 und fünf Zeigerumdrehungen später war es Daniel Schneider (39), der nach einem Eckball per Kopf zum 2:2 ausglich. Zum Glück hielt die SG nun wieder dagegen und ging in der 69 Min. durch Timo Weber auf Vorarbeit Jan Wehner mit 3:2 in Führung. Und dem nicht genug, tankte sich Marius Bohn in der 74. Min. auf Rechtsaußen durch, passte überlegt zu Pascal Rinbergas, der genauso überlegt ins „lange Eck“ zum 4:2 vollstreckte. Danach gab es noch zwei schöne SG-Aktionen, doch scheiterte Lukas Kober aus kurzer Distanz und bei Luca Jaitl`s 18-Meter-Kracher konnte sich Keeper Schmidtke nochmal auszeichnen. So blieb es beim letztendlich verdienten Dreier und der Kirchweih-Party in Obbach stand nichts mehr im Weg.  

 

Luca Jaitl entscheidet das Spitzenspiel

Bereits nach 12 Spielminuten war das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten SG Stadtlauringen entschieden: nach einem genau getimten Pass von Spielertrainer Pascal Rinbergas stand Luca Jaitl alleine vor Gastkeeper F. Stettner und überwand den etwas zögerlichen Goalie mit einem Lupfer aus 16 Meter zum 1:0. So bleibt die heimische SG weiterhin ungeschlagen und steht mit 14 Punkten weiter an der Tabellenspitze. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Spielqualität beider Mannschaften eher durchschnittlich war. Zwar hatte die SG SöObbGe ein klares Übergewicht in Halbzeit eins, aber auch beste Chancen konnten zu keinem weiteren Treffer genutzt werden. Sowohl Marius Bohn - aus 8 Meter drüber nach 20 Min. bzw. zu lange gezögert nach 43 Min. - als auch Julian Brändlein, Kopfball aus 6 Meter vorbei, nach Eckball Rinbergas in der 44. Minute, brachten das Leder zu einer frühen Vorentscheidung nicht im Kasten unter. Dazwischen, 37. Min., lag die einzige Torchance der Gäste, als die sonst verlässliche Heim-Abwehr schlecht gestaffelt stand, der Angreifer jedoch aus 17 Meter knapp das Tor verfehlte. 

Die 2. Halbzeit begann mit einem Fehlpass im Mittelfeld, der dem Gast eine mega Chance eröffnete. Doch der sonst relativ beschäftigungslose Flo Schlereth blieb im eins-zu-eins Sieger. Kurz danach war es erneut Marius Bohn, der auf Vorlage Julian Brändlein, am Gäste-Keeper scheiterte. Der direkt darauf folgende Eckball strich per Kopfball-Verlängerung Luca Jaitl knapp am Tor vorbei. So wog das Spiel hin und her; beide Mannschaften hatten noch ihre Tormöglichkeiten, der Gast die etwas besseren. Doch letztendlich war das Pulver beiderseits verschossen. So auch in der 91. Min., als Lukas Kober aus halbrechter Position die letzte Chance vergab. Auf Grund der starken Defensiv-Leistung mit den Routiniers Daniel Jakob und dem reaktivierten Fabian Korte, sowie dem Chancen-Plus in Halbzeit eins war es letztendlich ein glücklicher, aber verdienter Sieg für die Rinbergas-Elf; auch wenn Gäste-Trainer Mustafa Hacimüftüoglu eher auf ein Remis plädierte - wer kann es ihm verdenken ...

Die letzten 7 magischen Minuten

Ein Wellenbad der Gefühle erlebten 75 Fans auf dem Sportgelände in Geldersheim beim Spiel gegen die SG Abersfeld: 1. Halbzeit pfui, 0:4, 2. Halbzeit hui, 4:4. Und allein in den letzten 7 Minuten machte die SG aus einem 1:4 ein 4:4. Wiedermal half der Glaube an sich selbst, dass ein Spiel 90 Min. plus x dauert und man niemals aufgeben sollte. Aber was war nur in den ersten 45 Min. los ? Keine Körperspannung, schläfrig, verlorene Zweikämpfe - all das, wie man es nicht machen sollte. So auch die Treffer: sowohl beim 0:1 (12. Min.), als auch beim 0:2 (21. Min.) wurde die SG-Defensive wie Slalomstangen stehen gelassen und der Gast hatte kein Problem aus 17 Meter bzw. aus kurzer Distanz einzunetzen. Zwar hatte auch die Rinbergas-Elf anfangs eine Doppelchance durch Luca Jaitl und Marius Bohn, und später auch durch Lukas Kober, aber auch da war man nicht konsequent genug. Zu allem Übel lies Keeper Manu Fuss noch zwei Fernschüsse (29. und 44. Min.) passieren, die nicht unhaltbar erschienen, sodass es zur Pause schier aussichtslos 0:4 stand. 

Doch u.a. drei Personalwechsel und dadurch diverse Positionsveränderungen brachten die Wende. Die SG war nun wesentlich wacher und besser im Spiel und hatte durch Julian Brändlein nach 55 Min. die erste 100%ige, die allerdings noch von der Linie "gekratzt" wurde. Der eingewechselte Chris Krug war es dann nach 57 Min., der mit einem satten 20-Meter-Schuss an den Innenpfosten zum 1:4 "verkürzte". Luca Jaitl hatte 6 Min. später das nächste "Brett", semmelte jedoch das Leder aus 10 Meter über den Kasten. Die SG stürmte nun was das Zeug hielt und fing sich dadurch 2-3 Konter ein, bei denen Manu Fuss auf den Posten war und seine Elf im Spiel hielt. Und als schon keiner mehr mit rechnete. schlug die SG zu: 83. Min., Timo Weber, 18-Meter-Schuss, 2:4. 86. Min., Zuspiel Pascal Rinbergas, Heber "Doppelpacker" Timo Weber, 3:4. Und dem nicht genug - 90. Min., Flanke auf Julian Brändlein, Kopfballverlängerung auf Jan Wehner, der am "langen Pfosten" aus drei Meter zum 4:4 einnetzte - welch ein Finale !!!!!!!

Die SG bleibt in der Erfolgsspur

Anfangs mit etwas Glück, später aber hochverdient, besiegte die Rinbergas-Elf die Spvgg Hambach mit 4:1. Wie zu erwarten, wollte der Gast die bisher schwachen Ergebnisse wettmachen und begann äußerst forsch: nach 6 Min. rettete der Innenpfosten die SG vor einem Rückstand und zwei Zeigerumdrehungen später, war es Keeper Flo Schlereth, der im Duell eins-gegen-eins Sieger blieb und einen Rückstand verhinderte. Doch danach besann sich die SG eines besseren und war auch relativ schnell erfolgreich: eine Timo-Weber-Flanke wurde nur unzureichend abgewehrt, Marius Bohn war zur Stelle und netzte aus kurzer Distanz in der 13. Min. zum 1:0 ein. Kurz darauf patzte die Spvgg-Abwehr erneut: Julian Brändlein nahm das gerne an, packte seinen linken Hammer aus und jagte die Kugel aus der Drehung, 17 Meter, in die Maschen - 2:0. Danach hatte die Heimelf ihre beste Phase und hätte (eigentlich) den Sack zu machen müssen, doch sowohl "Jay", als auch Luca Jaitl scheiterten am früheren Bayernliga-Torwart und mittlerweile 38-jährigen Keeper D. Biemer. Zu diesem Zeitpunkt dann der völlig überraschende Anschlusstreffer: ein eher harmloser Ball in den 16er sprang Abwehrchef Marcel "Lubber" Halbig an die Hand und den fälligen Elfer verwandelte M. Hagen zum 1:2. Die letzte Chance vor der Pause hatte dann noch die SG, doch Marius Bohn vergeigte das Ding aussichtsreich.

Auch nach dem Wechsel hatte die Fiedler-Elf die erste Möglichkeit um auszugleichen, doch zielte der Gast-Stürmer aus 15 Meter über den Balken. Nach 55 Min. dann eine gewisse Vorentscheidung: Luca Jaitl war auf links durch und konnte nur per Foul im 16er gestoppt werden. Den fälligen Elfer verwandelte Timo Weber, flach rechts unten, zum 3:1. Und nur 4 Min. später die endgültige Entscheidung: Jay eroberte sich das Leder und vollendete aus 19 Meter mit einem satten Schuss zum 4:1. Bei einem weiteren Angriff, auf Pass Timo Weber, lies sich der SG-Torjäger zu weit abdrängen und auch Lukas Kober schaffte es nicht, nach 75 Min. die Kugel aus 7 Meter im Kasten unterzubringen. So blieb es beim verdienten 4:1-Sieg, da der Gast zwar gut mitspielte, aber nichts mehr "auf die Kette" brachte.

Jay schnürt den 4-er-Pack

Mit einem lupenreinen Hattrick nach der Pause rundete "Jay" das vom Ergebnis her überragende Spiel beim SV Türkiyemspor ab: mit 6:0 besiegte die Rinbergas-Elf die überforderten Gastgeber und bleibt somit an der Tabellenspitze. Die Heimelf, die mit kompletter Kapelle auflief (also keine Heimaturlauber wie von manchen vermutet), musste bereits in der 1. Min. das 0:1 hinnehmen: eine eher verunglückte Flanke von Timo Weber, der diesmal als Linksverteidiger auflief, unterschätzte Keeper Sahin und die Kugel landete im Netz. Zwei Zeigerumdrehungen später eine weitere Mega-Chance, doch der Pass von "Jay" war zu ungenau (ja, es war nicht alles top) und Marius Bohn konnte das Leder so nicht mehr erreichen. Nach 15 Min. die erste Halbchance der Türken, doch trudelte der Ball aus 6 m am Pfosten vorbei. Dann, nach 32 Min., schlug "Jay" erstmals zu: Marius Bohn erkämpfte sich das Leder und legte mustergültig für den Torjäger auf, der aus kurzer Distanz vollstreckte. Nachdem Lukas Kober nach 37 Min. noch in höchster Not, einschussbereit, geblockt wurde, gelang ihm nach 45 Min. sein erster Treffer im SG-Trikot zum 0:3: aus halblinker Position, 10 Meter, netzte er unhaltbar ein. Vorbereiter, mit einem gefühlvollen Pass, war sein "Chef" Pascal Rinbergas.

Kurz nach der Pause konnte sich Florian Schlereth (ja, der war auch dabei) erstmalig auszeichnen, als er einen 14-Meter-Schuss parierte. Doch dann war die SG wieder dran, in Person von "Jay": nach feiner Vorarbeit durch Luca Jaitl, musste der SG-Goalgetter auch diesmal aus 5 Meter nur einschieben - 0:4. Das 0:5 in der 70. Min. war dann allerdings "zum Zunge schnalzen": einen genau getimten Pass von Daniel Jakob über 35 Meter verwertete "Jay" per Heber aus 17 Meter zum Tor des Tages. Die Elf von Mustafa Ceylan kämpfte noch um den Ehrentreffer, doch Manu Fuss, der für Flo Schlereth nach 66 Min. Spielpraxis bekam, wehrte einen 16-Meter-Schuss mit Bravour ab. Das 0:6 war dann noch die "Kirsche auf der Sahne", allerdings mit gütiger Mithilfe der Türken-Abwehr: einen zu kurzen Rückpass erlief "Jay" in der 88. Min. uns spitzelte das Leder gekonnt über die Linie zu seinem 4. Treffer.

Insgesamt war es - trotz 30 Grad Hitze - eine hervorragende Leistung der Rinbergas-Elf, auch wenn man den ein oder anderen Angriff noch besser  hätte ausspielen können. Andererseits lies der Defensiv-Verbund um den neuen Abwehr-Chef Marcel Halbig so gut wie nichts zu und so war das Ergebnis auch in der Höhe verdient.

 

Wieder ein Last-Minute-Treffer gg. SchraMühlh

Natürlich ist das auch eine Stärke, bis zum Schlußpfiff an sich zu glauben. So geschehen auch diesmal, als Timo Weber in der 90. Min. - auf Kopfballvorarbeit Marcel "Schiene" Groß - nach einem Rinbergas-Eckball aus kurzer Distanz zum 3:3 einnetzte. Aber darauf verlassen sollte sich die Rinbergas-Elf auf Dauer nicht. Zuvor war es ein Auf und Ab, bei dem einmal die SG, ein andermal die starke SG Mühlhausen/Schraudenbach vorne lag. Die ersten 20 Min. gehörten dem Gast, der dann auch durch einen Foulelfmeter - der dritte in dieser Saison (!) gegen die SG - mit 1:0 in Führung ging. Marcel Hannwacker schoß platziert, keine Chance für Keeper Flo Schlereth. Die SG kam dann besser ins Spiel und erzielte in der 30. Min., nach einem Pascal-Rinbergas-Eckball durch Jay Brändlein per Kopf das 1:1. 

Der Start nach der Halbzeit hätte nicht besser sein können: Lukas Kober eroberte mit großem Einsatz das Leder, passte zu Luca Jaitl, der in der 49. Minute, flach, aus 9 Meter zum 2:1 einschoss. Eine weitere gute Kontermöglichkeit wurde leider "vertaddelt". Trotzdem schien sich das Blatt zugunsten der SG zu wenden, bis zur 58. Min., als ein SG-Abwehrspieler die Kugel statt nach vorne Richtung eigenes Tor "klärte" und J. Müller keine Mühe hatte zum 2:2 auszugleichen. Von da ab spielte die Weber-Elf ihr Potential aus und hatte die SG im Griff. Folglich das 2:3, erneut durch Hannwacker, als Flo Schlereth zwar zweimal klären konnte, die Kugel im dritten Versuch jedoch im SG-Netz landete. Danach hatte N. König noch zwei "Bretter", die nur knapp ihr Ziel verfehlten, um "den Sack" zuzumachen. In der 87. Min. keimte für die SG nochmal Hoffnung auf, als Gast-Kapitän L. Göbel mit gelb-rot vom Platz flog. Und tatsächlich: die SG bekam die "zweite Luft", erzielte Eckball auf Eckball, was letztendlich auch zum Erfolg führte. 

Verabschieden sollte man sich seitens der SG von der Mär, dass man gegen vermeintlich gute Gegner auf einem vermeintlich schlechten Platz (kein Vorwurf an den TSV Obbach) spielen sollte; denn die Rinbergas-Elf ist selbst gut ! Und die schnelle SG-Offensive mit Marius Bohn, Lukas Kober oder Timo Weber tun sich nunmal auf einem holprigen Platz sehr schwer. Auch Gäste-Coach Michael Weber war mehr als "verschnupft": "Wir peilen an, um den Aufstieg zu spielen, aber hier war das heute nicht möglich" (O-Ton). 

Nun denn, die SG kann mit dem einen Punkt wohl besser leben und auch die 80 Fans warens zufrieden. 

Dafür lieben wir den Fußball

Zwei zumindest fragwürdige Elfmeter gegen uns, eine (berechtigte) rote Karte für Jan Wehner in der 42. Minute, ein 1:2-Rückstand nach 86 Minuten und dann das Ding noch gedreht !!! Als 3:2-Sieger ging die Rinbergas-Elf letztendlich vom Platz und der Coach persönlich erzielte nach starker Vorarbeit durch Julian Brändlein den Siegtreffer. 

Aber der Reihe nach. Obwohl es anfangs ein ausgeglichenes Spiel war, hatte die SG die besseren Chancen: Lukas Kober traf nur den Pfosten und vom Rücken des Keepers sprang die Kugel in dessen Arme. Zweimal kam der Ball von der Grundlinie nach innen, doch die Verwertung war zu schwach - da hätten locker 1-2 Treffer fallen können. Nach einem vermeindlichen Foul an Luca Jaitl blieb der Pfiff des 14-jährigen Schiris aus, der kurz danach wieder im Mittelpunkt stand: Nach einer TSV-Hereingabe klatschte die Kugel an den Körper (oder doch Arm ?) vom Coach und der Referee zeigte unmisstverständlich auf den Punkt. R. Zemelka lies sich die Chance  nicht entgehen und verwandelte sicher zum1:0 in der 35. Min. Doch die SG blieb dran: nach einem weiten Rinbergas-Freistoss verarbeitete Marius Bohn per Direktabnahme die Kugel und "Jay" Brändlein stand nach 40 Min. goldrichtig und vollendete aus kurzer Distanz zum 1:1. Noch vor der Pause dann der "Blackout" von Jan Wehner, der seinen Gegner - nach Foulspiel an ihn - als "Wi..." bezeichnete und dafür zurecht die rote Karte erhielt.

Nach der Pause passierte lange nichts, bevor der Gastgeber mit einer Doppelchance in Führung hätte gehen können. Doch einmal vorbei, einmal Flo Schlereth verhinderten einen Rückstand. Aber auch die SG hatte eine 100%ige, als "Jay" nach Flanke Jonas Büttner freistehend das Gehäuse verfehlte. Dann, 75. Min., der zweite Elfer für den TSV: Daniel Jakob, der für den gelb-rot gefährdeten David Wahl ins Spiel kam, erwischte beim Klärungsversuch den Ball und aus Sicht des Schiri auch den Gegner und R. Zemelke traf erneut zur 2:1-Führung. Wer nun dachte, es ist gelaufen, sah sich getäuscht. Lukas Kober sprintete auf Linksaußen auf und davon und konnte nur per Foul gestoppt werden - klare Sache, Elfmeter. Ein Fall für Pascal Moreth: zwar war der Keeper dran, doch mit etwas Glück rutschte die Kugel nach 86. Min. ins Netz. Und als sich die Fans mit einem Remis in Unterzahl zufrieden gaben, zündete die SG nochmal auf: Marcel Groß erkämpfte sich einen Einwurf, der bei "Jay" landete und dieser bediente Pascal Rinbergas, der aus kurzer Distanz einnetzte - ein Wahnsinns-finish und glückliche SG-ler :)

Noch zum Schiri: bei allen zweifelhaften Entscheidungen muss man ihm zugute halten, dass er immer ganz nah am Geschehen war, um die Situationen zu bewerten. Und vielleicht hat er dann doch mehr gesehen, als all die "vermeintlichen Schiris" die draussen stehen ... ein schwieriges Spiel für ihn und von daher mein voller Respakt für die Leistung des 14-jährigen !  

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